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Was ist die KSB?

Die KSB hat am 1. Juni 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Die Geschäftsstelle befindet sich in Mainz. Dr. Simone Mantei und Jürgen Lehwalder sind die beiden Pfarrpersonen, die für dieses neue Arbeitsfeld der EKHN tätig sind. Die KSB steht an der Stelle früherer Auswahlverfahren und bildet damit einen Paradigmenwechsel ab, der einen neuen Weg beschreibt: Von der Personalauswahl zur Personalförderung. Alle Pfarramtstudent*innen, die auf der Liste der EKHN stehen können sich spätestens ein Semester nach der Zwischenprüfung bei der Geschäftsstelle der KSB anmelden. Nach der Absolvierung der verpflichtenden Module und dem Bestehen des I. Theologischen Examens folgt ohne ein weiteres Aufnahmeseminar der Übergang ins Vikariat. Drei verpflichtende Fördermodule sind vorgesehen: 1. Das Reflexionsgespräch nach dem Gemeindepraktikum. 2. Das Entwicklungsseminar in der Mitte des Hauptstudium, mind. ein Jahr nach dem Reflexionsgespräch. 3. Das Perspektivgespräch vor der Integrationsphase zum I. Examen. Daneben gibt es freiwillige Module, die von den Studierenden nach Interesse belegt werden können. Ganz konkret sollen drei wichtige Fähigkeiten bereits im Studium thematisiert und gefördert werden: Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Diese drei Fähigkeiten werden beispielsweise auf die Rollenvielfalt in der Alltagspraxis des Pfarramtes hin in den Blick genommen. Die Universität ist der Ort, an dem die theologische Kompetenz als die Grundkompetenz für das Pfarramt erworben wird. Die KSB eröffnet den Studierenden die Chance, eine Verknüpfung von Universität und späterer Berufspraxis einzuüben – stets auf dem Hintergrund, dass es in den verschiedenen Modulen der KSB nicht um Beobachtung und Bewertung geht, sondern um das Bewusstmachen von eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen und um die Schärfung dessen, was noch entwickelt und gefördert werden sollte. Darin liegt zugleich für die Verantwortlichen der KSB die Herausforderung und für die Studierenden eine große Chance der persönlichen Förderung und Entwicklung. Eine Besonderheit der KSB in der EKHN ist die jeweilige Anbindung der beiden Pfarrstellen an die Universitäten Frankfurt und Mainz. Die KSB bildet somit die Schnittstelle von Universität und Kirche auch in der Konstruktion der Stellen ab.

Die KSB hat schließlich eine Fähigkeit in den Blick zu nehmen, die häufig einen engen Bezug zur (religiösen) Biografie der Studierenden hat: Eine glaubwürdige Vertretung des eigenen christlichen Glaubens. Hier geht es zunächst darum, die eigenen Glaubenswurzeln bewusst und sichtbar zu machen und in einem weiteren Schritt die Sprachfähigkeit in Bezug auf den eigenen Glauben zu fördern. Die Arbeit der KSB mit den Studierenden ist wesentlich grundiert durch ein dialogisches Setting und durch das Vertrauensverhältnis zwischen den Personen der KSB und den Studierenden. Gerade weil es mit den drei beschriebenen Fähigkeiten um persönliche Kompetenzen geht und in den unterschiedlichen Modulen „starke Rückmeldungen“ gegeben werden, ist es von Bedeutung, dass die Übungen, Gespräche und Rückmeldungen immer in einem geschützten Rahmen stattfinden. Das Theologische Seminar und die Kirchenverwaltung erfahren nichts von dem Inhalt der Gespräche! Die KSB dient so einem Selbstklärungsprozess, ob der Weg in das Pfarramt der richtige für den Studenten/die Studentin ist. Das kann nur in einem vertraulichen Rahmen geschehen. Wer sich gegen die KSB entscheidet oder erst später auf den Weg in die EKHN begibt, kann über einen zweiten Weg ins Vikariat gehen. Für diesen Personenkreis wurde ein mehrtägiges Aufnahmeseminar konzipiert. Darin finden strukturierte Übungen zu den Kriterien Teamfähigkeit, Sprach-, Argumentations- und Dialogfähigkeit und Selbstreflexion statt. Diese Übungen werden von einer Beobachter*innengruppe ausgewertet. Am letzten Tag entscheidet eine Kommission aus Mitgliedern der Kirchenleitung nach einem Kommissionsgespräch über die Aufnahme ins Vikariat.

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